Deutschland hat sich weiterentwickelt

Hier können Golfthemen diskutiert werden, die nichts mit Regeln zu tun haben

Deutschland hat sich weiterentwickelt

Beitragvon robinschu » Mo, 14. Jul 2008 11:42


Früher soll es in Deutschland eine Ausländerdiskriminierung gegeben haben. Heute sind wir viel weiter: Wir diskriminieren Inländer.

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Beitragvon libbe » Mo, 14. Jul 2008 11:52

Nun, das Vater/Sohn Gespann, welches sich am Schalter noch hinter mir und der späteren Siegerin des Turniers befand, war zwar der Aussprache nach in Deutschland beheimatet, jedoch sichtlich verwirrt von der o.a. Szenerie, da beide einen französischen Mitgliedsausweis in den Händen hatten ...


Gruss libbe
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Beitragvon maxfly » Mo, 14. Jul 2008 12:12

GLu, der alte Trotzkopf!

Ob jetzt nun das DGV-System – ich kenne mich damit nicht aus – nun unsinnig ist oder nicht, akzeptiere es doch einfach. Irgendwelche schottischen Clubs bitten Mitgliedschaften für 1,99€ an und Dein Problem ist gelöst. Oder verwende einfach eine kleine Notlüge. Ich bin Österreicher, Schweizer, Luxemburger, Südtiroler etc. und habe sämtliche Papiere im 50 Kilometer entfernten Hotel vergessen.

Was mich an Deinem Brief stört sind die Fragen 6 bis 8. Besonders dieser Satz: „Ich werde dem Beauftragten der Bundesregierung für Datenschutz, Herrn Peter Schaar, eine entsprechende Frage stellen.“ Das ist nun absolut kleinkariert. Das klingt eher nach einem verschmähten Liebhaber – Motto: Dir würge ich jetzt noch einmal einen rein – als nach einem Herren, der weise durchs Leben schreitet.

Zu Punkte 6 kann ich Dir folgende Antwort liefern. Die Turnierergebnisse, mit Namen und Scorekarte, findest Du auch unter golf.de unter Turnierergebnisse. Auch jeder Nichtgolfer hat somit Einblick wer gespielt hat. Bei den Startzeiten unter mygolf wird nur der eigene Flight angezeigt. Außer den Leuten in den entsprechenden Paarung hat niemand anderes Zugriff darauf. Du scheinst vergessen zu haben, dass die Namen bezüglich Startzeiten und Turnierergebnissen in den Clubhäusern öffentlich aushängen. Jeder Externe kann rein marschieren und sie sich ansehen. Ist das nun auch ein grober Verstoß gegen den Datenschutz?

Fackel einen Golfball ab und streu Dir die Asche auf Dein Haupt.

Ich rege mich auf! Erstens hat die Sache mit dem „Datenschutz“ absolut nichts mit der Abweisung zu tun. Es werden damit möglicherweise nur schlafende Hunde geweckt, denn ich liebe diese Funktion. Zweitens aus politischen Gründen. Der Staat sammelt Informationen ohne Ende und wenn Du einen Schuldner finden willst, der untergetaucht ist, schaust Du in die Röhre oder musst zu Tricks greifen.

Für das nächste Mal GLu: Erst denken dann schreiben!

Gruß Maxfly

PS: Stelle hiermit den Antrag ein Spendenkonto einzurichten, dessen Betrag GLu zugute kommt, damit er sich eine Mitgliedschaft in einem Golfclub leisten kann.
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Beitragvon libbe » Mo, 14. Jul 2008 12:23

Nunja, die Antwort dürfte sich um den Wortlaut der 7.1 im Wettspielhandbuch ranken ...

[...] Es bleibt jedoch der Entscheidung eines jeden DGV-Mitglieds (bzw. sonstigen Hausrechtsinhabers) vorbehalten, welche Spieler auf der eigenen Anlage zugelassen werden.



Gruss libbe

PS: Es bleibt jedem freigestellt bei der Ergebnisdarstellung seinen Namen anonymisieren zu lassen!
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Beitragvon GLu » Mo, 14. Jul 2008 12:41

maxfly hat geschrieben:Ob jetzt nun das DGV-System – ich kenne mich damit nicht aus – nun unsinnig ist oder nicht, akzeptiere es doch einfach.

Nein ! So ein ausuferndes System muß bekämpft werden ... als Nichtmehrgolfer tu' ich mir damit am leichtesten.

maxfly hat geschrieben:Oder verwende einfach eine kleine Notlüge

Ich lüge nie ... auch nicht zur Not !

maxfly hat geschrieben:„Ich werde dem Beauftragten der Bundesregierung für Datenschutz, Herrn Peter Schaar, eine entsprechende Frage stellen.“

Das scheint der Einzige zu sein, den so etwas interessiert. Mir (und übrigens auch George Orwell) geht es absolut gegen den Strich, daß Hinz und Kunz zuhause am Bildschim nachschauen können, wann ich mit wem und wo golfe und was ich auf welchem Loch gespielt habe.

maxfly hat geschrieben:Die Turnierergebnisse, mit Namen und Scorekarte, findest Du auch unter golf.de unter Turnierergebnisse. Auch jeder Nichtgolfer hat somit Einblick wer gespielt hat.

Siehe oben ...

maxfly hat geschrieben:Bei den Startzeiten unter mygolf wird nur der eigene Flight angezeigt. Außer den Leuten in den entsprechenden Paarung hat niemand anderes Zugriff darauf.

Mein Gott, Du Blau-Auge ... gib mal unter Google "Startliste GC" ein, dann findest Du als erstes Ergebnis dies ... dann alle weiteren ... !

maxfly hat geschrieben:Du scheinst vergessen zu haben, dass die Namen bezüglich Startzeiten und Turnierergebnissen in den Clubhäusern öffentlich aushängen. Jeder Externe kann rein marschieren und sie sich ansehen.

Dazu muß er da "reinmarschieren" ... das ist ein Unterschied zum WWW !!!

maxfly hat geschrieben:Ist das nun auch ein grober Verstoß gegen den Datenschutz?

Das interessiert mich ebenfalls !

maxfly hat geschrieben:Erstens hat die Sache mit dem „Datenschutz“ absolut nichts mit der Abweisung zu tun.

Ich weiß, aber das ergibt sich aus der Thematik zwangsläufig !

maxfly hat geschrieben:Zweitens aus politischen Gründen. Der Staat sammelt Informationen ohne Ende

Ist Dir eigentlich nicht klar wie viele Institutionen Daten sammeln ... wach' mal auf !

maxfly hat geschrieben:Erst denken dann schreiben!

Hab' ich !

maxfly hat geschrieben:Stelle hiermit den Antrag ein Spendenkonto einzurichten, dessen Betrag GLu zugute kommt, damit er sich eine Mitgliedschaft in einem Golfclub leisten kann.

Ich brauche weder einen Golfclub, noch den DGV um golfen zu können ! Das ist mein Ziel ! Das funktioniert in den USA für Millionen von Golfern, also auch bei uns !!!

GL
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Beitragvon GLu » Mo, 14. Jul 2008 12:50

libbe hat geschrieben:Nunja, die Antwort dürfte sich um den Wortlaut der 7.1 im Wettspielhandbuch ranken ...

[...] Es bleibt jedoch der Entscheidung eines jeden DGV-Mitglieds (bzw. sonstigen Hausrechtsinhabers) vorbehalten, welche Spieler auf der eigenen Anlage zugelassen werden.

Deshalb ja meine Frage Nr. 1 !

libbe hat geschrieben:PS: Es bleibt jedem freigestellt bei der Ergebnisdarstellung seinen Namen anonymisieren zu lassen!

Sind wir schon so weit ???

Die Frage an der OBI-Kasse "wie ist Ihre Postleitzahl ?" beantworte ich immer mit: "denken Sie sich drei aus und nehmen dann die schönste" !

GL
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Beitragvon GLu » Mo, 14. Jul 2008 13:28

Die ZEIT hat geschrieben:Die Freiheit der Privatheit und Anonymität verschwindet. Aus dem freien Bürger wird ein permanent observierter und der darf sich dann eigentlich nicht mehr Bürger nennen.

Der Artikel

GL
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Beitragvon maxfly » Mo, 14. Jul 2008 13:57

GLu hat geschrieben:
Nein ! So ein ausuferndes System muß bekämpft werden ... als Nichtmehrgolfer tu' ich mir damit am leichtesten.


Du planst also das Leben zukünftig als motorradfahrender Caddy verbringen zu wollen.

GLu hat geschrieben:
Ich lüge nie ... auch nicht zur Not !


Das macht manchmal das Leben etwas leichter.

GLu hat geschrieben: Das scheint der Einzige zu sein, den so etwas interessiert. Mir (und übrigens auch George Orwell) geht es absolut gegen den Strich, daß Hinz und Kunz zuhause am Bildschim nachschauen können, wann ich mit wem und wo golfe und was ich auf welchem Loch gespielt habe.


Aber mich interessieren die Ergebnisse. Da fällt mir ein, dann dürften sämtliche KFZ auf ihren Nummernschildern auch keinen Hinweis auf die Stadt oder den Landkreis haben. Schließlich muß der Besitzer damit kundtun, woher er kommt.

GLu hat geschrieben:
Mein Gott, Du Blau-Auge ... gib mal unter Google "Startliste GC" ein, dann findest Du als erstes Ergebnis dies ... dann alle weiteren ... !


Das sind die Golfclubs, die die Startliste Online stellen und nicht der DGV unter mygolf. Daher falsche Baustelle.

GLu hat geschrieben: Dazu muß er da "reinmarschieren" ... das ist ein Unterschied zum WWW !!! Das interessiert mich ebenfalls !


Unser Golf-Don-Quijote!

GLu hat geschrieben: Ich weiß, aber das ergibt sich aus der Thematik zwangsläufig !


Das erinnert mich eher an die Chaostheorie. Weil GLu nicht spielen durfte, fiel in China ein Sack Reis, der löste Schockwellen aus und der Drei-Schluchten-Staudamm brach in zwei.

GLu hat geschrieben: Ist Dir eigentlich nicht klar wie viele Institutionen Daten sammeln ... wach' mal auf !


Das ist eine Geschäftsgrundlage unseres Verlages, wie sovieler anderer Firmen und Institutionen. Aufgestanden bin ich heute um 6:01 Uhr und war danach wach.

GLu hat geschrieben: Hab' ich !


:shock:

GLu hat geschrieben: Ich brauche weder einen Golfclub, noch den DGV um golfen zu können ! Das ist mein Ziel !


Libbe hat die Antwort geliefert, Hausrecht des Clubs statt Rechtsprechung des DGV.

Für den nächsten Event heißt das, GLu wird vernünftig – aber eher steigt Gott aus dem Himmel auf die Erde herab – oder wir finden einen Deutschen Golfclub der einen trotzigen mitgliedsverweigernden Golfer akzeptiert.

Gruß
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Beitragvon GLu » Mo, 14. Jul 2008 14:05

maxfly hat geschrieben:Da fällt mir ein, dann dürften sämtliche KFZ auf ihren Nummernschildern auch keinen Hinweis auf die Stadt oder den Landkreis haben.

Genau so ist das in fast allen Ländern der Welt !!!

maxfly hat geschrieben:Schließlich muß der Besitzer damit kundtun, woher er kommt.

Nur wir Deutschen sind so bekloppt !

maxfly hat geschrieben:Hausrecht des Clubs statt Rechtsprechung des DGV

Exakt ... würden sich die Clubs darauf berufen, hätten sie keine Software, die eine Karteneingabe erfordert. Dann würden die Golfer ihr Handicap selbst führen (wie in den USA). Dann dürfte jeder beliebige Deutsche genauso Golf spielen wie jeder beliebige Franzose, Italiener oder Koreaner, falls er das Greenfee bezahlt (und sein Geld akzeptiert wird).

GL
Zuletzt geändert von GLu am Mo, 14. Jul 2008 14:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon libbe » Mo, 14. Jul 2008 14:10

Da fällt mir ein, dann dürften sämtliche KFZ auf ihren Nummernschildern auch keinen Hinweis auf die Stadt oder den Landkreis haben.

Das ist nicht nötig. Das Ordnungsamt (oder heisst es jetzt überall Bürgerdienste?) gibt Dir gern Auskunft, wer Halter eines Kfz ist - inkl. Anschrift. Auch dies muss explizit durch den Halter untersagt werden, was nicht vor Zugriffen durch die Staatsgewalt zB bzgl. Knöllchen schützt!


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Beitragvon Doctor_Hook » Mo, 14. Jul 2008 16:03

Früher soll es in Deutschland eine Ausländerdiskriminierung gegeben haben. Heute sind wir viel weiter: Wir diskriminieren Inländer.

Das Phänomen der Inländerdiskriminierung ist im Europarecht ein schon lange bekanntes Phänomen, das sich mitunter als Reflexwirkung der Vermeidung einer Diskriminierung von ausländischen EU-Bürgern ergibt. Übrigens nicht nur in Deutschland!

Deutschland ist allerdings dazu übergegangen das konsequent zu lösen, Beispiel § 8a KStG: Da wo bislang EU-Ausländer diskrimiert wurden, ändert man das nicht (und nimmt in Kauf, dass Ausländer mitunter vielleicht mal besser wegkommen), sondern man behandelt die Deutschen einfach auch schlechter - und wenn alle gleich mies behandelt werden, passt es ja wieder ... ist aber natürlich ein ganz anderes Thema!

1. Verpflichten Sie (der DGV) Ihre Mitglieder, Deutsche Golfer - trotz langjähriger
Golferfahrung -, die keinem deutschen Golfclub angehören, abzuweisen ?

2. Verpflichten Sie (der DGV) Ihre Mitglieder, auf einer Clubmitgliedschaft zu bestehen
(sei es auch nur beim VCG oder einem der üblichen, in- oder ausländischen Briefkasten-
Golfclubs) ?

Die sind eher rhetorisch, oder? Also in den AMR wird's nicht drinstehen ...

3. Erklären Sie (der DGV) Ihren Mitgliedern denn nicht, daß die DGV-Mitgliedschafts-
Haftpflichtversicherung nur eine Subsidiaritätsabsicherung ist ?

Nicht schlecht, bei der Versicherung gibt's aber noch ein Thema: Meines Wissens ersetzt die DGV-Versicherung auch Schäden durch "stray balls", die nicht einem bestimmten Urheber zuordnbar sind, was natürlich ein gewaltiger Mehrwert gegenüber der Inanspruchnahme von potenziell 150 Haftpflichtversicherungen der Anlagenbesucher (manche haben vielleicht auch keine und wir wollen ja auch nicht, dass das Sekretariat statt DGV-Ausweise demnächst Versicherungsscheine kontrolliert) ist, von denen jede behauptet, es sei nicht ihr Versicherter gewesen.

Ich würde eher - oder zusätzlich - fragen:
Nachdem die Versicherungen über den DGV abgewickelt werden: Wie kommt es, dass für die Clubs hinreichender Versicherungsschutz für Nichtmitglieder bei der Benutzung von Driving Ranges und Kurzplätzen und für Ausländer auch bei der Benutzung von "richtigen" Plätzen erreicht werden kann, für deutsche Nichtmitglieder aber angeblich/offensichtlich nicht? Ist dies vom DGV bewusst so gehandhabt? Wäre es nicht im Sinne der Förderung der Verbreitung des Golfsports, wenn man es den Anlagenbetreibern auch ermöglichen würde, clublose Spieler auf ihre Plätze zu lassen ohne hier Haftungsprobleme fürchten zu müssen?

4. Verpflichten Sie (der DGV) Ihre Mitglieder, alle Score-Karten nur über ein DGV-
lizensiertes Softwaresystem auszugeben um deutsche Nicht-Clubmitglieder abzuwehren ?

Das ist nicht der Fall, Du kannst auch auf das DGV-Intranet verzichten ... es gibt glaube ich auch immer noch ein paar Clubs, die das nicht benutzen.

6. Ist Ihnen (dem DGV) bewußt, daß sich jeder Mensch, auch als Nichtgolfer (zum Beispiel
als Arbeitgeber), bei MyScore.de anmelden kann und sich damit die golferischen
Aktivitäten aller dort registrierten Mitglieder ansehen kann ?

myscore.de hat nichts mit dem DGV zu tun und da stehen auch nur Runden drin, die man selbst eingetragen hat. Bei Mygolf können sich nur DGV-Mitgliedsmitglieder anmelden und Startlisten gibt's da m.E. gar nicht und Ergebnislisten gibt's auch auf golf.de ohne Anmeldung. All das übrigens nur für Turniere, denn Privatrunden finden ja privat statt. Hierzu sind ganz interessante Überlegungen im Kapitel 10 des SWSH, denen ich grundsätzlich folgen kann. Lies' das erst mal, ich würde den ganzen Datenschutz-Kram aus Deinen Fragen streichen, beim DGV haben sich schon etliche Juristen den Kopf darüber zerbrochen und ihr Ergebnis klingt plausibel.

Dafür zwei andere Vorschläge:
"Welche Anreize gibt es sonst für Clubs, einen Golfer, der nicht Mitglied eines DGV-Vereins ist, nicht auf der Anlage spielen zu lassen? Aus Sicht des DGV ist es sicher wünschenswert und verständlich, wenn Mitglieder von DGV-Vereinen hier eine gewisse Priorität genießen. Unverständlich ist hier aber die häufig fehlende Bereitschaft, clublose Golfer bei hinreichender Kapazität spielen zu lassen. Woher kommt diese allgemeine Grundhaltung aus Ihrer Sicht? Ist dies möglicherweise auch Ergebnis der Politik des DGV - insoweit auch zum Schaden seiner Mitglieder?"

"Finden Sie ein System, das jeden Club berechtigt pauschal für 9 vorhandene Löcher 700 DGV-Ausweise auszustellen - überspitzt gesagt: Eintrittskarten zu verkaufen - noch zeitgemäß? Ein Platz mit dieser Mitgliederzahl ist bei nur halbwegs aktiven Mitgliedern hoffnungslos überlastet, Clubs mit vielen Wenigspielern - wie auch Ihr eigener Heimatclub - können diese Mitgliederzahl verkraften und wiederum andere Betreiber in strukturschwachen Gebieten verkaufen überzählige Rechte dann wiederum im Wege von Fernmitgliedschaften an Golfer, die auf ohnehin vollen Ballungsraumplätzen zum allgemeinen Ärger noch als Greenfeespieler hinzukommen.

Meinen Sie nicht, dass es dem vom DGV immer wieder postulierten Wunsch nach weiterer Verbreitung des Golfsports besser anstünde, Form und Ausgestaltung des Spielbetriebs stärker dem Markt und den Betreibern zu überlassen? Meinen Sie nicht, dass Betreiber und Golfer selbst dafür sorgen werden, dass ausreichend Spielmöglichkeiten vorhanden sind? Kein Mitglied wird bereit sein, hohe Beiträge zu bezahlen, wenn ihm keine hinreichende Spielmöglichkeit gegeben wird - auch ohne eine DGV-Ausweisausgabe auf 700 pro 9 Loch zu begrenzen - was übrigens ohnehin schon viel zu viel ist."

Wobei es ja insgesamt schon skurril ist, dass Günni sich jetzt beim DGV beschwert, dass ihn eine hochkommerzielle Betreibergesellschaft nicht auf den Platz lässt - und jeder "richtige" VcG- und Fernmitglieder hassende Verein es unter den gegebenen Umständen wahrscheinlich getan hätte.
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Beitragvon robinschu » Mo, 14. Jul 2008 17:07

Doctor_Hook hat geschrieben:Wobei es ja insgesamt schon skurril ist, dass Günni sich jetzt beim DGV beschwert, dass ihn eine hochkommerzielle Betreibergesellschaft nicht auf den Platz lässt - und jeder "richtige" VcG- und Fernmitglieder hassende Verein es unter den gegebenen Umständen wahrscheinlich getan hätte.

Ja. Hier war wohl diesmal der "menschliche Faktor" ausschlaggebend. Den Golfplatzbetreiber sollte es eigentlich interessieren, warum ihm hier ohne Not ein Greenfee entging.

Zur Problematik an sich: Für Vielspieler wie mich gibt's wohl keine Alternative zur Clubmitgliedschaft. Die ca. 1.500 Euro Jahresbeitrag, die mich meine Mitgleidschaft kostet, verteilt auf 100 bis 200 Runden, machen Euro 7,50 bis Euro 15 pro Runde aus. Günstiger geht's nicht. In Günthers Fall ist der deutsche Sonderweg aber ein echtes Ärgernis.

Dass es auch anders gehen kann, erleben wir alle von Zeit zu Zeit aufs Angenehmste. Letztes Jahr fuhr ich mit dem Automobil durch Bayern und bekam plötzlich Lust aufs Golfen. Ich ließ mich von meinem Navi zum nächsten Golfplatz schleusen und fragte dort nach, ob ich spielen dürfe. Der nette Sekretär (in Personalunion mit dem Pro und dem Shopbetreiber) schob mir eine Kladde hin und bat mich mich einzutragen. Datum, Name, Heimatclub, Handicap. Fertig. Meinen DGV-Ausweis wollte er nicht sehen.

Als ich gezahlt hatte und das Büro verließ, sah ich den Aushang "Nur Soft-Spikes". Ich fragte den netten Pro, ob ich jetzt wirklich meine 22 Eisenstacheln herausdrehen müsse. Na, is scho recht, winkte er mich weiter.

Das nenne ich Kundenfreundlichkeit. Ganz undeutsch...

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Ich denke auch, dass Günthers Brief an Prägnanz gewonnen haben würde, hätte er auf den Datenschutzaspekt verzichtet. Weniger ist manchmal mehr.
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Beitragvon maxfly » Mo, 14. Jul 2008 17:32

Doctor_Hook hat geschrieben:
Wobei es ja insgesamt schon skurril ist, dass Günni sich jetzt beim DGV beschwert, dass ihn eine hochkommerzielle Betreibergesellschaft nicht auf den Platz lässt - und jeder "richtige" VcG- und Fernmitglieder hassende Verein es unter den gegebenen Umständen wahrscheinlich getan hätte.


Nun, diesen Fall hat GLu in einem Hamburger Club schon erlebt, wie er am Samstag erzählte. Nach dem die Clubsekretärin erfuhr, daß er VCG-Mitglied ist, war es aus mit der Freundschaft und dem Spiel auf dem Platz.

Vielleicht bietet ihm die MDR-Sendung „Ein Fall für Escher“ die Möglichkeit seine Nöte vorzutragen.

Ich glaube auch bei uns könnte er ohne Karte spielen, wenn er sagen würde ich habe meine Karte vergessen. Vielleicht sollten wir den Event nächstes Jahr in meinem Club steigen lassen, wenn er der Wahrheit einen kleinen Umweg weist.

Ich werde das nächste Mal in unserem Sekretariat nachfragen, was geschieht, wenn ein deutscher Spieler, mit einstelligem Handicap aber ohne Clubzugehörigkeit, auf unserem Platz spielen will. Und wenn mir der Präsident über den Weg läuft, frage ich ihn auch noch.

Gruß
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Beitragvon GLu » Mo, 14. Jul 2008 18:24

Doctor_Hook hat geschrieben:Meines Wissens ersetzt die DGV-Versicherung auch Schäden durch "stray balls", die nicht einem bestimmten Urheber zuordnbar sind, was natürlich ein gewaltiger Mehrwert gegenüber der Inanspruchnahme von potenziell 150 Haftpflichtversicherungen der Anlagenbesucher (manche haben vielleicht auch keine und wir wollen ja auch nicht, dass das Sekretariat statt DGV-Ausweise demnächst Versicherungsscheine kontrolliert) ist, von denen jede behauptet, es sei nicht ihr Versicherter gewesen.

Das könnte der Knackpunkt sein, an dem sich die indisponierte Sekretärin versehentlich aufgehängt hat. Nur, man kann Schäden durch "Stray balls" nur dann ersetzen (aus Versicherungssicht) wenn man generell darauf verzichtet, die Ermittlung des Urhebers nicht als Voraussetzung zu bedingen. Wenn man demzufolge darauf verzichtet, dann spielt es auch keine Rolle, ob der Urheber nun Clubmitglied, auf Greenfee spielendes anderweitig deutsches Clubmitglied, spanisches Clubmitglied, VCG-Mitglied, USGA-Mitglied, in- oder ausländisches Briefkasten-Clubmitglied oder gar Nirgendwo-Mitglied ist ... "man" ist versichert, basta ! Aber genau an dieser Stelle wird natürlich das Kleingedruckte als Heiliger Gral verkauft.

GL
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Beitragvon maxfly » Mo, 14. Jul 2008 19:23

Habe gerade auf die Seite des DGV bezüglich Clubausweis geschaut und folgende zwei Sätze gefunden:

„Dabei liegt es im Hausrecht des einzelnen Golfclubs bzw. Golfanlagenbetreibers zu entscheiden, wer auf seiner Golfanlage zu welchen Konditionen spielen darf.“

„Ferner seine Mitglieder darüber zu informieren, dass der DGV-Ausweis die Mitgliedschaft im Golfclub belegt und nicht dazu berechtigt, auf anderen Plätzen ein Spielrecht gegen Greenfee einzufordern.“

Schlußfolgerung: Dem DGV ist es absolut sch…egal, ob ein Deutscher Mitglied bei ihm ist um in unserem Lande Golf zu spielen. Der DGV ist daher der falsche Ansprechpartner und Du kannst in Deutschland ohne eine Clubkarte Golf spielen, wenn es der Club zulässt.

Ich korrigiere meinen Satz von heute Mittag: Erst recherchieren, dann schreiben! Läuft aufs selbe heraus. Wie war das mit der Kamera ohne Film?

Gruß
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